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Haltung

Die Esel

Zur Langohr-Oase gehören derzeit keine Tiere. Bevor das anders wird, wollen wir wissen, was Esel wirklich brauchen. Das hier ist der Maßstab, an dem wir uns später messen lassen.

Zu den Fotos: Die abgebildeten Esel gehören nicht zum Projekt. Die Aufnahmen sind bei Besuchen auf anderen Höfen entstanden und zeigen, was uns an diesen Tieren fasziniert.

Esel sind keine kleinen Pferde

Esel sind keine kleinen Pferde

Esel stammen aus Halbwüsten. Sie brauchen karges Futter, trockene Böden und viel Bewegung. Wer sie wie Ponys hält, macht sie krank – Hufrehe und Übergewicht sind die häufigsten Folgen.

  • Strukturreiches, energiearmes Raufutter statt saftiger Weide
  • Trockener, windgeschützter Unterstand mit freiem Zugang
  • Kein Getreide, keine Leckerlis in Mengen
Niemals allein

Niemals allein

Esel bauen enge Bindungen zu festen Partnern auf. Ein einzeln gehaltener Esel ist ein leidendes Tier. Deshalb kommen für uns nur mehrere Tiere infrage – und Paare werden nicht getrennt.

  • Mindestens zwei Tiere, besser eine kleine Gruppe
  • Gewachsene Bindungen bleiben bestehen
  • Zukauf nur, wenn die Gruppe es verträgt
Hufe, Zähne, Geduld

Hufe, Zähne, Geduld

Eselhufe wachsen anders als Pferdehufe und brauchen alle sechs bis acht Wochen fachkundige Pflege. Dazu kommen Zahnkontrollen und eine Tierärztin oder ein Tierarzt mit Eselerfahrung – die sind nicht überall zu finden.

  • Regelmäßige Hufbearbeitung fest eingeplant
  • Jährliche Zahn- und Gesundheitskontrolle
  • Rücklagen für Behandlungen von Anfang an
Arbeit im Maß der Tiere

Arbeit im Maß der Tiere

Ein Esel kann tragen und ziehen, aber nur in Grenzen und erst als ausgewachsenes, gut trainiertes Tier. Wie viel Last, wie viele Kilometer und wie viele Pausen – das legen wir vor dem ersten Angebot verbindlich fest, nicht danach.

  • Feste Obergrenzen für Last und Wegstrecke
  • Kein Tragen durch Jungtiere
  • Ruhetage sind eingeplant, nicht die Ausnahme